Oman: Maskat

Nach dem feuchtheissen Klima in Sri Lanka erwartete uns im Oman zwar heisses, jedoch trockenes Klima. Für uns eine angenehme Abwechslung, da das Klima doch um einiges besser zu ertragen ist.

Nach der Landung in Maskat (oder auch häufig Muscat) fuhren wir mit dem Taxi zu einem Touranbieter, welcher auch Autos vermietet. Grundsätzlich hätten wir auch ein Mietwagen am Flughafen nehmen können. Die Mietwagen von grossen, internationalen Vermietungen verbieten in der Regel jedoch das Fahren auf unbefestigten Strassen. Da der Oman als Outdoor und Offroad Paradies gilt, wollten wir nicht auf diese Gelegenheit verzichten. Daher mussten wir einen kleineren auf Offroad spezialisierten Vermieter finden.

Bei der Vermietung angekommen, konnten wir auch schon bald unseren Mitsubishi Pajero in Empfang nehmen. Auf ein Auto im Oman zu verzichten, macht wenig Sinn, da es praktisch keinen öffentlichen Verkehr gibt. Auch Muscat kann gut mit dem Auto besucht werden, da es wenig Verkehr, vielspurige Strassen und viele gratis Parkplätze gibt.

Den ersten Tag, also eigentlich hatten wir nur noch den Nachmittag nach unserer Ankunft, verbrachten wir mit im Hotel einchecken, Wäsche in die Wäscherei bringen und einem Besuch in der Mall of Oman. Ein riesiges Einkaufszentrum mit einem gefühlt noch grösseren Parkhaus.

Bereits nach einigen Stunden im Oman hatten wir einen guten Eindruck vom Land. Uns ist natürlich bewusst, dass die Menschenrechte, Pressefreiheit sowie die Meinungsfreiheit in dem Sultanat nicht auf den oberen Rängen liegt. Jedoch schätzen wir nach dem eher unorganisierten Sri Lanka etwas Ordnung.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Wagen zur „grossen Sultan-Qabus-Moschee“. Die Moschee wurde vom vor drei Jahren verstorbenen Sultant Qabus an die Bevölkerung geschenkt. Der Bau der Moschee dauerte 6 Jahre und hat einen Gebetsraum für Männer, welcher 6500 Betenden Platz bietet. Für Frauen gibt es auch einen Gebetsraum. Dieser ist jedoch ein wenig kleiner und bietet rund 700 Betenden Platz…

Die Moschee war auch für uns Nichtgläubigen schön anzusehen. Da in Moscheen jeweils Arme und Beine zu bedecken sind sowie das Haar bei Frauen, wurde es uns bald ein wenig zu warm und wir entschieden uns einen anderen Stadtteil von Muscat zu besuchen. Mutrah liegt an einer Bucht und beherrbergt eine Burg, welche diese überblickt. Zudem findet sich dort ein Markt, welcher sich in den engen Gassen der Häuser befindet. Die Märkte werden hier Souq genannt. Speziell ist, dass dieser in Muscat überdacht ist. Füher, der Markt ist über 200 Jahre alt, wurden Palmblätter verwendet. Heute sind die Gassen mit Holz überdacht.

Die Burg, welche besichtigt werden kann, bietet einen schönen Überblick auf die Stadt und die Bucht. Kurios ist, dass es überall Ventilatoren aufgebaut hat. Da die Burg praktisch keine Innenräume hat, ist es noch kurioser.

Sri Lanka: Udawalawe Nationalpark

Nach dem Surfcamp wollten wir noch eine andere Seite von Sri Lanka entdecken. Es gibt mehrere Nationalparks, in welchen Elephanten, Leoparden, Pfaue und viele weitere Tiere beobachtet werden können. Aufgrund der Lage entschieden wir uns für den Udawalawe Nationalpark. Mit dem Tuktuk machten wir uns also auf den Weg und checkten im Hotel ein. Für den Besuch im Nationalpark muss eine Safari gebucht werden, was wir dann auch gemacht haben. Wir wurden am nächsten Tag um 5:30 Uhr bei unserem Hotel in einem Jeep abgeholt. Also eigentlich war es kein Jeep, sondern ein umgebauter Pickup der Marke Mahindra aus Indien. Wir waren die einzigen Gäste, was aber normal ist, da meisten ein Fahrzeug exklusiv pro Gruppe gebucht wird.

Pfau
Ceylonhuhn (Nationaltier Sri Lanka)
Land Monitor
bengalischer Hanuman-Langur
Goldschakal
Schlagenweihe
Mahindra Bolero

Zudem konnten wir noch einige weitere Tiere beobachten: Rotlappenkiebitz, Halsbandsittich, Eisvogel, Bienenfresser und Haubenadler.

Sri Lanka: Medizinische Versorgung

Dank eines kleinen Missgeschicks meinerseits kamen wir in den Genuss von sri lankischen Gesundheitseinrichtungen. Dass sich diese nicht ganz mit denjenigen in der Schweiz messen lassen, kann man sich vorstellen. Dennoch waren wir das eine oder andere Mal erstaunt, wie alles von statten geht.

Unsere erste Erfahrung mit einem sri lankischen Spital, gleich nach dem „Missgeschick“, war ein öffentliches oder ein sogenanntes Government Hospital. Das Spital war nicht sehr sauber und die Kommunikation war schwierig. Es wurde wenig erklärt, sondern einfach gemacht. Oder es kam plötzlich ein Mann ins Zimmer und drückte auf der Wunder herum, ohne Handschuhe oder sich die Hände zu desinfizieren. Wer der Mann war, wussten wir nicht. Er verschwand danach auch gleich wieder. Ein weiteres kurioses Erlebnis war, dass wir in einen Behandlungsraum gebeten wurden und wir Platz nahmen. Einige Momente später kam ein Mann herein. Wir dachten zuerst, dass er ein Arzt sei und stellten uns auf ein medizinisches Gespräch ein. Jedoch zog der Mann plötzlich sein Hemd aus und legt sich auf die Liege. Es war auch ein Patient und wurde behandelt, während wir im Behandlungsraum warteten.

Ungewohnt war auch, dass wir nie in einem Warteraum warten mussten, sondern immer bevorzugt an die Reihe kamen. Dies war uns doch sehr unangenehm, da wir den Unmut der lokalen Bevölkerung nicht auf uns ziehen wollten. Da wir als Touristen jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr bezahlen müssen als die Einheimischen, wurden wir zuerst behandelt.

Da meine letzte Tetanusimpfung 11 Jahre zurück liegt, wurde uns eine Auffrischung empfohlen. Genauer gesagt kam die Empfehlung von einer Ärztin von MedGate, welches wir noch im Spital kontaktiert hatten. Die Ärzte in Sri Lanka wollten eine vollwertige Impfung machen. Es stellte sich dann heraus, dass in der ganzen Region, in welcher wir uns befanden, keine Auffrischungsimmpfung für Tetanus erhältlich war. Da wir am nächsten Tag weiter reisen wollten, haben wir mit den Ärzten vereinbart, dass ich die Impfung am nächsten Ort machen sollte.

Am nächsten Tag stand jedoch zuerst nochmals ein Besuch im gleichen Spital an, um die Verbände zu wechseln. Die Pflegerinnen (die gleichen wie wir am Vortag hatten) erschraken, als sie mein Bein sahen, da dieses geschwollen und einen langen Kratzer am Schienbein hatte. Dies wurde am Vortag nicht bemerkt, da ich lange Hosen an hatte. Auch diese Wunde wurde gesäubert.

Der nächste Besuch war dann in einer privaten Klinik. Diese sah von aussen bereits besser aus. Der behandelnde Arzt in der Notaufnahme (dorthin wurden wir geschickt) machte den Eindruck, als hätte er sich schon das eine oder andere Gläschen Alkohol gegönnt. Wir wurden aber primär von einem Pfleger behandelt. Für die Auffrischungsimpfung stellte uns der Arzt ein Rezept aus. Wir schauten ihn ein wenig verwundert an, da wir die Impfung eigentlich sofort erhalten wollten. Es wurde uns dann mitgeteilt, dass wir die Impfung mit dem Rezept selbst kaufen gehen müssen. Das Spital verfügte über eine eigene Apotheke. Also machten wir uns auf den Weg dorthin. Am Tresen haben wir das Rezept ab und erhielten eine Rechnung, mit welcher wir zu einer anderen Person einen Meter weiter gehen mussten. Dort bezahlten wir die Impfung und eine Spritze. Jedoch erhielten wir das Gekaufte noch nicht, sondern mussten mit der Quittung warten, bis ein anderer Mitarbeitender die Dinge aus dem Lager geholt hatte. In der Zwischenzeit fiel uns auf, dass die Impfung um einiges günstiger war, als wir erwartet hätten. Wir bezahlten 275 Rupien für die Impfung und rund 25 Rupien für die Spritze. Umgerechnet kostete als der Impfstoff 75 Rappen.

Als wir dann unsere Einkäufe erhielten, mussten wir wieder in die Notaufnahme. Dort erhielt ich die Impfung. Danach musste ich den Raum wechseln, um den Fuss neu zu bandagieren. Dabei haben sie noch einige Hautfetzen weggeschnitten, welche zu einer Infektion hätte führen können. Damit die Wunder besser heilen kann, wollten sie eine Art Silberpflaster auf die Wunde legen. Dieses musste Lena jedoch wieder in der Apothekte kaufen gehen, während ich noch auf der Liege wartete. Einige Minuten später durfte sie nochmals zur Apotheke, da sie für die Kratzer am Bein noch eine antibiotische Creme auftragen wollten. Nach etwas zwei Stunden konnten wir das Spital wieder verlassen.

Für den nächsten Verbandswechsel sind wir wieder ins gleiche Spital. Jedoch war diesmal anderes Personal am arbeiten. Diese waren ein wenig freundlicher und machten auch einen nüchternen Eindruck. Sie stellten jedoch fest, dass sich an der Wunde am Knöchel eine Infektion gebildet hatte. Sie haben anschliessen das betroffene Gewebe herausgeschnitten und erneut gesäubert. Nach dem Besuch war ich ein wenig bedrückt, da sie bei jedem Besuch wieder etwas ab- oder herausgeschnitten hatten und die Wunde so nicht heilen konnte. Ich hatte ja noch immer die Hoffnung, dass ich aufs Surfbrett konnte. Also nach diesem Besuch natürlich nicht mehr, da ich nun ein Loch im Fuss hatte und dieser sowie das Bein noch geschwollen waren.

Den nächsten Besuch hatten wir dann am letzten Tag vom Surfcamp. Die Wunde sah schon viel besser aus. Jedoch war die Reinung schmerzhaft, da die Wunde nicht sehr zimperlich mit kreisenden Bewegungen herausgeputzt wurde.

Entsprechend graute mir ein wenig vom nächsten Besuch. Wieder stand ein Spitalwechsel an, da wir mittlerweile in Negombo sind, von wo aus wir morgen weiter fliegen. Meine Sorge war jedoch unbegründet, da das Loch im Fuss schon bedeutend besser aussieht und nun durch uns selbst versorgt werden kann.

Hoffen wir nun, dass die Heilung so gut verläuft, wie in den letzten Tagen.

(Heute verzichten wir auf Bilder, da diese eher verstörend sind.)

Sri Lanka: Negombo bis Weligama

Sigiriya

Nach Negombo, was uns ja nicht so besonders gefallen hat, sind wir nach Sigiriya gefahren. Sigiriya ist ein Monolith, auf welchem sich Ruinen einer Festung befindet. Der Monolith ragt 200m aus der Ebene auf und bietet somit einen Rundblick über die Region. Die alte Festung kann besichtigt werden. Der Aufstieg wird am Morgen oder Abend empfohlen, da es dann von den Temeraturen noch erträglich ist. Sigiriya und die umliegenden Dörfen sind sehr touristisch, aber ein Ausflug dorthin lohnt sich.

Kandy

Nach Sigiriya fuhren wir mit unserem Tuktuk nach Kandy. Kandy ist als zweitgrösste Stadt in Sri Lanka sehr voll, laut und hektisch. Der Verkehr sowie die dadurch entstehenden Abgase waren unglaublich. Uns hat Kandy nicht besonders gut gefallen, obwohl es irgendwie doch seinen Reiz hat. Die Stadt liegt schon etwas höher und verschmilzt an den Rändern mit den Wäldern an den Hügeln. Von unserem Hotel hatten wir jeweils eine schöne Aussicht auf die Stadt und hügelige Landschaft um Kandy.

Kandy – Ella Train

Von Kandy aus nahmen wir den Zug nach Ella. Die Zugstrecke gilt als eine der schönsten und bekanntesten Strecken auf der Welt. Die Bahnstrecke wurde unsprünglich von den Briten für die Teeplantagen gebaut, werden heute aber insbesondere für den Personentransport genutzt. Besonders an den Zügen ist, dass man meisten mit offenen Fenstern und Türen fährt. Der reguläre Zug, welcher auf dieser Strecke fährt, hat drei Klassen. Wir haben jedoch, ohne es zu wissen, den Touristenzug gebucht, welcher nur zwei Klassen hat. Wir haben uns bewusst für die 2. Klasse entschieden. Der Zug ist sicher weniger authentisch, da weniger Einheimische damit fahren, aber dennoch schön. Und ein weiterer Vorteil ist, dass wir keine grosse Verspätung hatten. Die angegebene Fahrzeit beträgt sechs Stunden, wir benötigten rund sieben. Der reguläre Zug kann aber gerne auch mal zehn Stunden für die Strecke brauchen.

Ella

Ella ist ein kleines Dorf in den Bergen von Sri Lanka. Das Klima ist merklich anders. Es ist kühler und die Luft klarer. Zu Ella können wir leider nicht allzu viel sagen, da wir nicht viel davon gesehen haben. Was ich jedoch sagen kann, ist dass ein Tuktuk schnell kippen kann und sehr schmerzhaft ist, wenn es einem auf das Bein fällt. Ich weiss dies aus dem Grund, da mir beim Versuch einen steilen Hügel hoch zu fahren, das Tuktuk gekippt und auf mein Bein gefallen ist. Was genau passiert ist, ist im Nachhinein schwierig zu erklären. Versuchen kann man es ja: das Tuktuk war nicht stark genug, um den Hügel hochzukommen und es rollte rückwärts. Leider konnte ich das Tuktuk nicht mehr bremsen und beim Herumreissen des Lenkers, ist das Tuktuk auf die Seite gekippt. Dabei landete mein Bein irgendwie unter dem Tuktuk. Zum Glück ist Lena nichts passiert und sie konnte mit Hilfe einer weiteren Person das Tuktuk wieder aufrichten.

Da wir auf dem Weg zu der Nine Arches Bridge waren, wollte ich diese noch anschauen und erst danach mit der Tuktuk Vermietung Kontakt aufnehmen. Die Brücke hat sich gelohnt zu besuchen, da sie doch ein sehr beliebtes Fotomotiv ist. Die Brücke wurde auf für den Zugverkehr gebaut. Ursprünglich sollte sie aus Metall gebaut werden, aber da der zweite Weltkrieg vor dem Bau startete, wurde das Metall andersweitig benötigt. So wurde die Brücke aus Stein gebaut.

Die Tuktuk Vermietung bietet einen tollen Services. Sie liessen uns abholen, fuhren uns ins Spital und das Tuktuk zum Mechaniker. So kam ich in den Genuss eines sri lankischen Spitals. Eine Erfahrung, die man nur machen möchten, wenn man keine schlimme Verletzung/Krankheit hat. Der Standard unterscheidet sich doch stark von denjenigem in der Schweiz.

Das Bein ist an der Vorderseite sowie am Knöchel aufgeschürft und das Knie sowie der Unterschenkel stark geschwollen. Eigentlich wollten wir ja für sieben Tage in ein Surfcamp. Aktuell sieht es aber so aus, als ob nur Lena das Angebot mit Surfen und Yoga nutzen kann, da das Infektionsrisiko doch zu hoch ist. Aber mal schauen, was die nächsten Tage so bringt.

Sri Lanka: Negombo

Von Thailand aus flogen wir nach Sri Lanka. In der Nähe der Hauptstadt (Colombo) buchten wir unsere erste Unterkunft. Die Stadt heisst Negombo und sollte ein wenig entspannter sein als Colombo. Da wir erst spät am Abend bei strömendem Regen ankamen, konnten wir dies noch nicht gross beurteilen. Wir hatten jedoch sowieso ein wenig ein Kulturschock, da unser Uber-Fahrer verschiedene komische Dinge abzog: Er checkte wärend der Fahrt Sportresultate auf seinem Handy, fuhr konstant zu langsam (40km/h), fuhr trotz Regen mit offenem Fenster und er erzählte und drei Mal die Geschichte, dass seine Frau Geburtstag hätte und er ihr einen Cheesecake kaufen möchte – aber er kein Geld hat. Es klang danach, als ob er von uns Geld haben möchte.

Als wir dann mit einiger Verspätung beim Hotel ankamen, war die gesamte Strasse überflutet. Am nächsten Morgen ging es auch nicht viel besser weiter. Kaum waren wir auf der Strasse, hielten schon diverse Tuk Tuk Fahrer an und wollten uns irgendwohin fahren. Auch viele Ladenbesitzer wollten uns in ein Gespräch verwickeln und uns etwas verkaufen. Dies und das heisse und feuchte Wetter (ca. 30° bei 90% Luftfeuchtigkeit) haben uns zu Beginn ein bisschen überfordert.

Dennoch konnten wir den ersten Tag in einer neuen Kultur bei einem Bier am Strand noch retten.

Am nächsten Tag ging es dann zu einer Vermietung. Nämlich zu einer Tuk Tuk Vermietung. Im Vorfeld sind wir im Internet darauf gestossen, dass man ein Tuk Tuk mieten und so Sri Lanka bereisen kann. Natürlich sind wir beide schon mit einem Tuk Tuk gefahren – jedoch nie als Fahrer, sondern als Passagier. Die Vorstellung in einem in Sri Lanka doch so verbreiteten Fahrzeug das Land zu erkunden, reizte uns. Über die Vermietung mussten wir jedoch zuerst noch einen sri lankischen Führerschein beantragen. Auch hier ist ein internationaler Führerschein nicht ausreichend. Jedoch war es relativ unkompliziert und wir konnten über ein Formular alle Angaben der Vermietung durchgeben.

So hielt ich auch bald meinen sri lankischen Führerschein in Händen. Jedoch rückt die Vermietung nicht so schnell ein Tuk Tuk heraus. Zuerst mussten wir noch ein Briefing über das Fahren in Sri Lanka absolvieren. Anschliessend hatte ich eine Fahrstunde bei einem Instruktor, welcher mir zeigte, wie ein Tuk Tuk zu fahren ist. Zum Glück unterscheidet sich die Schaltung nur wenig von einer handgeschalteten Vespa (und so eine besitze ich ja). Das anspruchsvollste ist jedoch der Verkehr. Dieser ist ähnlich chaotisch wie in Südostasien. Da ich auf meiner letzten Reise diverse Male auf einem Roller oder Motorrad unterwegs war (einmal sogar durch halb Vietnam), kannte ich die Art und Weise des Verkehrs bereits.

So konnten wir dann auch schon bald mit unserem Tuk Tuk losdüsen. Witzig ist, dass sich viele Sri Lankaner sehr freuen, wenn sie einen Weissen ein Tuk Tuk fahren sehen und uns dann fröhlich zuwinken.

Thailand: Khao Lak

Wie bereits im letzten Beitrag geschrieben, waren wir in Thailand. Anders als bisher, wollten wir in Thailand nicht herum reisen, sondern eifach eine Woche stationär an einem Ort bleiben. Die letzten Wochen waren doch anstrengend mit vielen neuen Eindrücken. Wir suchten uns daher ein Land, welches wir beide bereits kannten und wir somit nicht den Drang hatten, das Land anzuschauen. Da Thailand günstig und gut auf Touristen eingestellt ist, fiel die Wahl auf das südostasiatische Land. In der Nähe von Phuket fanden wir bei Khao Lak ein Resort, welches ein gutes Angebot hatte.

Nebst dem Meer und dem Pool, bot das Resort auch drei Restaurants, ein Spa sowie ein Fitnessraum. Da es jeweils am Nachmittag regnete, konnten wir uns so gut beschäftigen. Das Resort war von Mangroven umgeben und man konnte sich Standup Paddles und Kayaks ausleihen.

Bereits als wir in Phuket landeten, fiel uns auf, dass die Region gut auf russische Staatsbürger eingestellt sind. Sogar die Ansagen am Flughafen wurden nebst thai und englisch auf russisch gemacht. Nach einer kurzen Internetrecherche fanden wir heraus, dass es mehrere Direktflüge von Russland auf Phuket gibt und Thailand eines der Länder ist, welche Russen ohne Beschränkungen einreisen lassen. Seit Februar 2022 hat sich die Zahl der Touristen aus Russland vervielfacht.

Die Woche ging zwar schnell rum, aber tat uns doch gut. Nun sind wir wieder bereit für neue Abenteuer. Und zwar in Sri Lanka – unsere nächste Destination.

Japan: Rückblick

Etwa 2 1/2 Wochen waren wir in Japan und hatten eine eindrückliche und tolle Zeit. Insbesondere zu Beginn waren wir von den neuen Eindrücken überwältigt. Die Kultur für uns so anders und vieles uns unbekannt. Da wir nun bereits in Thailand sind, wollten wir einen kurzen Rückblick auf unsere Zeit in Japan machen.

Nach einigen Tagen in Tokio, in welchen wir Sehenswürdigkeiten besuchten, aber auch Zeit mit umherlaufen verbrachten und zwei Tagesausflüge machten, wurde es Zeit weiterzuziehen. Die beiden Tagesausflügen gingen nach Nikko (dort gibt es viele Tempel/Schreine) und zum Mt. Fuji, einem der bekanntesten Wahrzeichen von Japan.

Unsere Japanreise führte uns nach Kanazawa. Eine eher unbekannte Stadt (oder zumindest hatten wir zuvor noch nichts von ihr gehört) an der Westküste von Japan. Dort verbrachten wir rund zwei Tage, bevor wir uns ein Auto mieteten. Was das Auto mieten in Japan anbelangt, hatten wir ja bereits in einem vorherigen Beitrag thematisiert. In den zwei Tagen in Kanazawa besuchten wir verschiedene Viertel. Eines davon war das Samurai Viertel, in welchem früher die Samurais (kurz gesagt der Krieger-Adelsstand) mit ihren Familien lebten. Das Viertel ist nahe der Burg in Kanazawa – was irgendwie auch logisch ist.

Mit dem Auto fuhren wir in die Berge von Japan, wo man mit den öffentlichen Verkehrsmittel nicht ohne weiteres hin kommt. Dort besucht wir unter anderem Shirakawa, ein kleines Dorf mit alten Häusern aus Holz und Stroh. Das Besondere an den Häusern ist, dass die Dächer sehr steil sind, damit der Schnee abrutscht und die Häuser durch den starken Schneefall im Winter nicht zum Einsturz bringt. Die Häuser sind durch das Holz und Stroh anfällig für Feuer. Aus diesem Grund wurde auch ein Feuerlöschsystem für das UNESCO Weltkulturerbe gebaut. Anbei ein Video des Systems im Einsatz: https://m.youtube.com/watch?v=QuEziFt6Bxc.

Ein weiteres Dorf, welches wir besuchten, war Narai-juku. Ebenfalls bekannt für seine alten Häuser, jedoch in einem anderen Stil. Das Dorf war früher eine wichtige Stelle für die Post- und Handelsroute in Japan und steht heute unter Denkmalschutz.

Nach dem Abstecher ins Landesinnere, brachten wir das Auto in Kanazawa wieder zurück und fuhren mit dem Zug nach Kyoto. Kyoto gilt als eine der schönsten Städte von Japan. Uns hat die Stadt aber irgendwie nicht zu 100% überzeugt. Die Sehenswürdigkeiten (haupsächlich Tempel und Schreine), welche wir besuchten, waren von Touristen überlaufen. So machten wir uns auch schon bald auf den Weg nach Osaka, mit einem kurzen Abstecher nach Nara, wo es in einem Park Rehe gibt, welche frei herumlaufen und sich verbeugen, wenn man ihnen einen Keks zum essen gibt.

Osaka hat uns dann wieder bedeutend besser gefallen. Möglicherweise lag das daran, dass sich die Touristenströme besser verteilten. Osaka erinnerte uns wieder mehr an Tokio, wo es auch komplett verschiedene Viertel gab.

Ich denke wir hätten noch einige Zeit in Japan bleiben können, jedoch hatten wir uns langsam an das „Ungewohnte“ gewöhnt und wollten eigentlich nicht noch in weitere Städte reisen. So entschieden wir uns, dass wir weiter nach Südostasien fliegen und dort ein wenig entspannen. Wir fanden auch in der Nähe von Phuket ein tolles Angebot in einem Resort. Bis jetzt ist der Plan, dass wir eine Woche hier sein werden. Was danach kommt, ist noch offen. Wie so oft sind wir planlos.

Japan: Spezielle Eindrücke

Japan mag für viele westliche Besucher, wie ich im letzten Beitrag geschrieben habe, schwer zu fassen sein. Viele Widersprüche und Dinge, die man bei uns so nicht kennt. Nachfolgend eine Auflistung von Dingen, Gegebenheiten und Eindrücke, welche uns sicher in Erinnerung bleiben werden.

Essen

Das Essen hat in Japan einen hohen Stellenwert. Einige Gerichte findet man zwar auch in der Schweiz, aber werden hier doch nochmals anders zelebriert. Beispielsweise findet man Ramen (eine Nudelsuppe) praktisch an jeder Strassenecke. Jedoch haben Ortschaften teilweise eigene Variationen des Gerichts. Für mich eine der besten Gerichte überhaupt.

Die Art und Weise, wie man in gewissen Restaurants Ramen bestellt, ist uns nur aus Fastfood-Restaurants bekannt. An einem Automaten kann man die gewünschte Zusammensetzung der Suppe bestimmen. Dabei können neben Ramen auch andere Nudel, wie bspw. Udon, gewählt werden. Hat man dann seine Suppe, gilt es diese möglich schnell und schlürfend zu essen. Zumindest machen es die Japaner so. Dabei sprechen sie auch kein Wort und sind meistens nach wenigen Minuten bereits wieder fertig. Es gibt auch Lokale, in denen die einzelnen Sitzplätze mit Trennwänden von den anderen Gästen abgeschirmt ist. Zudem wird das Essen durch eine Luke gereicht, sodass man mit niemanden sprechen muss.

Weiter ist interessant, dass man z.B. für Zugfahrten sogenannte Bento-Boxen kaufen kann. Das sind grundsätzlich bereits fertige Gerichte, die zum Teil per Knopfdruck aufgewärmt werden können und im Zug gegessen werden. Diese Bento-Boxen sind insbesondere bei den Einheimischen beliebt.

Wir waren beeindruckt, wie günstig das Essen in Japan ist. Wir dachten im Vorfeld, dass das Essen ein grösseres Loch in unser Budget reissen würde. Durchschnittlich zahlen wir 6-8 CHF pro Person pro Mahlzeit.

Badezimmer

Ich hätte nicht gedacht, dass es viel über Badezimmer zu berichten gibt oder dass sich diese von unseren Badezimmern unterscheiden. Jedoch gibt es zwei Dinge, welche uns in Erinnerung bleiben werden. Einerseits sind die Spiegel teilweise beheizt, damit diese beim Duschen nicht anlaufen.

Zudem sind alle Toiletten, welche wir bisher gesehen haben, Dusch-WCs. Entsprechend wir für die Reinigung kein Toilettenpapier, sondern Wasser benutzt. Zudem sind die WC-Ringe häufig beheizt. Auf öffentlichen Toiletten gibt es oft einen „Privacy“-Knopf, mit dem eine Melodie oder Vogelgezwitscher angespielt wird.

Nachhaltigkeit

Japan ist nach unserem Eindruck widersprüchlich, was die Nachhaltigkeit anbelangt. Einerseits fahren die Japaner in der Regel sehr kleine Autos (welche zudem eher nicht sehr ästhetisch sind, wenn nicht sogar hässlich), welche energieeffizient sind, andererseits ist alles in Plastik verpackt. Sogar einzelne Bananen sind in Plastik verpackt.

In den Hotels werden zudem diverse Gegenstände gratis abgegeben. So sind in jedem Zimmer Einwegzahnbürsten, -haarbürsten, -haarnetze, -rasierer, Haargummies etc. vorhanden.

Onsen

Die traditionellen Bäder in Japan sind uns ans Herz gewachsen. In sogennanten Onsen kann man sich am Abend von den Strapazen, welche das Reisen mit sich bringen, erholen. Dabei gilt es einige Regeln zu beachten. Beispielsweise dürfen in den meisten Onsen keine Tattoos sichtbar sein, da diese mit den Yakuza (japanische Mafia) assoziiert werden. Man kann die Tattoos jedoch abkleben und so dennoch das Onsen geniessen.

Bereits beim Betreten des Onsen kann man ins erste Fettnäpfchen treten, da man die Schuhe ab einem bestimmten Punkt ausziehen muss und diese in einem Regal deponieren sollte. Zudem wird das Onsen ausschliesslich nackt besucht. Das Bad dient der Erholung und nicht der Reinigung. Deshalb gilt es sich zuvor gründlich zu waschen. Dabei findet man keine Duschen, sondern Stationen, bei welchen man sich auf kleine Hocker setzt und sich so mit dem zur Verfügung gestellten Duschgel/Shampoo wäscht. Die Reinigung sollte dabei sehr gründlich erfolgen und kann gerne mal einige Minuten in Anspruch nehmen.

Hat man die ersten Hürden dann gemeistert, ohne in ein Fettnäpfchen zu treten, kann das Bad betreten werden. Dabei nimmt man in der Regel ein kleines Tuch mit, welches jedoch das Wasser nie berühren sollte. Daher legt man es neben das Wasserbecken oder legt es sich selbst auf den Kopf. Ebenfalls dürfen die Haare das Wasser nicht berühren.

Im Übrigen ist es nicht angebracht, wenn man sich zu laut unterhält oder mit dem Wasser spielt. Nach dem erholsamen Bad duscht man sich in der Regel noch einmal kurz ab und trocknet sich mit dem kleinen mitgebrachten Tuch ein wenig ab, bevor man wieder in den Umkleideraum zurück geht, wo man sich dann mit einem grossen Tuch richtig trocknet und anzieht. In diesem Bereich gibt es Stationen, wo man sich in aller Ruhe die Haare föhnen oder sich das Gesicht eincremen kann (Produkte stehen zur Verfügung). In den Hotels, welche ein Onsen haben, gibt es im Zimmer Kimonos oder Pijamas und Hausschuhe, mit denen man zum Onsen gehen kann. Für europäische Männerfüsse sind die Hausschuhe allerdings nicht gemacht 🙂

Englisch

Was uns erstaunt hat, ist, dass in Japan nur sehr wenig Englisch gesprochen wird. Sogar in den Hotels wird kaum Englisch gesprochen und man greift häufig auf Google Translate zurück. Da Japan ein doch sehr fortschrittliches Land ist, haben wir irgendwie erwartet, dass man sich mit Englisch besser verständigen kann.

Führerschein

Bei einer unserer früheren Reise nach Taiwan wollten wir ein Auto mieten und mussten feststellen, dass dies nur mit einem Internationalen Führerschein möglich ist. Aus diesem Fehler haben wir gelernt und uns im Vorfeld der Reise einen solchen ausstellen lassen.

Zuversichtlich haben wir nun in Japan für drei Tage ein Mietauto reserviert und wollten es abholen. Am Schalter wurden wir nach der japanischen Übersetzung des Führerscheins gefragt. Wir haben daraufhin auf den Internationalen Führerschein verwiesen. Dieser reicht jedoch nicht aus, da sie explizit eine japanische Übersetzung brauchen.

Wir wurden dann an das japanische Strassenverkehrsamt verwiesen. Mit wenig Hoffnung fuhren wir also mit dem Taxi dorthin. Die Angestellten auf dem Amt waren sehr aufgeregt, als wir ihr Büro betraten und wuselten alle herum. Wir befürchteten, dass wir uns nun mit Händen und Füssen (und Google Translate) verständlich machen müssten, um zu erklären, war wir wollten. Die Angestellten verstanden jedoch sofort was wir brauchten und zu fünft füllten wir das erforderliche Formular aus. Es hiess, dass wir zwei Stunden warten müssten und dann wieder kommen könnten. Tatsächlich war die Übersetzung nach zwei Stunden bereit und wir konnten das Auto abholen.

7–Eleven / Family Mart

In Japan gibt es an jeder Strassenecke einen 7-Eleven oder einen Family Mart. Das sind grundsätzlich keine Läden, welche eine Mischung aus Tankstellenshop und Volg sind. Da in den Läden alles Mögliche eingekauft, aber auch gedruckt und Geld abgehoben werden kann. Zudem kann die Post in den Läden versendet werden.

Japan: Tokio

Tokio ist einfach schwer zu beschreiben. Tokio ist gross, schrill, traditionell, sauber, organisiert, überfüllt und noch vieles mehr. Vieles in Tokio ist dabei widersprüchlich. Obwohl alles so gross ist in Tokio, sind beispielsweise die Hotelzimmer winzig und man hat mit zwei grossen Rucksäcken praktisch keinen Platz. Auch muss man sich häufig ducken, da man sich sonst den Kopf stösst.

Auch wenn die Strassen gefüllt sind mit Menschen, ist es selten wirklich laut. Auch in einer vollen U-Bahn ist es sehr still, da niemand telefoniert oder laut Musik hört. Auch führen nur wenige Leute Gespräche. Man hört zudem praktisch keine Autos hupen oder Sirenen, wie man es von anderen Grossstädten kennt.

Überall in der Stadt findet man Schreine und Tempel und man hat das Gefühl, dass die Japaner einen traditionellen Lebensstil führen. Dann kommt man jedoch in eines der verschiedenen Viertel in Tokio und plötzlich ist alles farbig und skuril.

Obwohl Tokio die bevölkerungsreichste Stadt der Erde ist, findet man auf den Strassen praktisch keinen Dreck oder Müll. Alles ist sehr sauber und aufgeräumt. Die Menschen tragen ihren Müll, welcher über den Tag anfällt mit sich herum, da es wenige öffentliche Mülleimer gibt.

Besonders hervorzuheben ist das Essen in Tokio. Bisher haben wir überall wirklich gut gegessen. Auch wenn wir teilweise nur mithilfe von Google Translate herausgefunden haben, was wir eigentlich auf der Karte sahen und es ein wenig ein Glücksspiel war, was schlussendlich auf den Tisch kam.

Tokio ist zudem auch für ihr (U-)Bahn Netz bekannt. Insbesondere der Shinkansen (Bullet Train) wird einigen Leuten ein Begriff sein. Der Zug erreicht im täglichen Betrieb Geschwindigkeiten von 320km/h. Was jedoch in Japan ein wenig speziell ist, ist dass es sieben verschiedene Japan Railways (JR) gibt, welche in unterschiedlichen Regionen von Japan zuständig sind. Die sieben JR gab es aufgrund der Privatisierung der Japan National Railways. Zudem gibt es in Tokio noch die Metro, weitere Zuggesellschaften und ein umfangreiches Busnetz. Dies macht es teilweise schwierig, wenn man ein Ticket kaufen möchte. Um jedoch nur in Tokio selbst unterwegs zu sein, kann man sich eine digitale Prepaid-Karte aufs Handy laden und somit in Tokio unterwegs sein.

Australien: Cape Hillsborough, Whitsundays und Magnetic Island

Die Tage in Australien neigen sich langsam dem Ende zu und eine unvergessliche und tolle Zeit geht zu Ende. Nach gewissen „Startschwierigkeiten“ mit dem kühleren Wetter und einer anderen Art zu reisen, wurde es je länger je besser. Für uns ist das Reisen in einem Fahrzeug zwar nichts Neues, da wir ja auch in der Schweiz mit unserem VW-Bus Urlaub machen, dennoch mussten wir uns wieder daran gewöhnen. Es war richtig angenehm, dass man alles immer im Fahrzeug griffbereit hat und nicht immer Rucksack-Tetris spielen muss, wenn man etwas bestimmtes braucht.

Cape Hillsborough

Nun aber zu den letzten Tagen in Australien. Nach Fraser Island (K‘Gari), welche uns ja sehr zugesagt hat, hatten wir nicht mehr viele Pläne. Ein Erlebnis, welches Lena unbedingt machen wollte, war den Sonnenaufgang mit Kängurus am Strand zu erleben. Dies kann man beim Cape Hillsborough machen. Im Vorfeld lasen wir, dass die Kängurus früher von Natur aus an diesem Strand bei Sonnenaufgang waren. Mit dem Zuzug von weiteren Menschen in die Region, nahm dies jedoch ab. Heute kommen zwar immer noch Kängurus und Wallabies an den Strand, aber nur aufgrund der Fütterung der Park Ranger. Dennoch war es ein schöner Anblick.

Als wir vom Cape weg fuhren, mussten wir zwei Mal stark abbremsen, da Wallabies über die Strassen hüpften. In Australien sollte man im Dunkeln nicht Auto fahren. Leider hatten wir auf unserer Reise sehr viele tote Wildtiere am Strassenrand gesehen.

Whitsundays

Die Whitsundays ist eine Inselgruppe an der Ostküste von Australien und befindet sich in der Nähe des Great Barrier Reefs. Ursprünglich hatten wir eine zweitägige Tour mit einer Übernachtung auf einer Anlage auf dem Wasser geplant. Bei dieser Tour hätte man dann unter freiem Sternenhimmel übernachtet und Ausflüge unternommen. Wenige Tage vor der Tour wurde diese jedoch abgesagt. Anscheinand gab es einige Unstimmigkeiten zwischen den Arbeitgebern und Arbeitsnehmern. So mussten wir uns ein Alternativprogramm überlegen. Wir entschieden uns für eine ganztägige Tour, bei welcher man Schnorcheln und den Whitehaven Beach besuchen konnte. Grundsätzlich war die Tour ganz okay, aber auf dem Boot, auf welchem man rund 3 Stunden verbrachte, konnte man nicht wirklich die Aussicht geniessen, das Regenblachen montiert waren. So waren die Fahrten jeweils etwas langweilig und nur das Schnorcheln beim Great Barrier Reef und der Strand boten Abwechslung. Leider war das Schnorcheln beim Great Barrier Reef nicht so eindrücklich, wie wir uns dies vorgestellt hatten. Dies lag einerseits daran, dass man mit einer Schnorchel-Tour nur an bestimmte Orte kann und wir schlechte Sicht aufgrund des Wetters und der Strömung hatten. Der Whitehaven Beach war sehr schön und wir konnten Stachelrochen von der Nähe beobachten.

Magnetic Island

Nach den Whitsundays hatten wir noch ein wenig Zeit, bis wir in Cairns sein mussten, um das Auto an Linn und Luca zu übergeben. Spontan entschieden wir uns, einen Abstecher nach Magnetic Island zu machen. Dies stellte sich im Nachhinein als eine super Idee heraus. Wir checkten in einem Hostel ein, welches nebst Gemeinschaftsräumen auch über einen Campingplatz und kleine Häuschen verfügte. Da der Campingplatz die erste Nacht ausgebucht war, entschieden wir uns eine Cabin zu mieten. In der Cabin hatte gerade mal ein Bett sowie ein Kühlschrank platz. Für uns jedoch absolut ausreichend.

Auf dem Area des Hostels gab es auch einen Tierpark, bei welchem wir eine Tour buchten. Dort wurde uns einiges über Harry (ein Wombat), Thor, Pebbels und Amaroo (drei Koalas), Fish (eine Olive Python) sowie weitere Tiere erzählt. Harry, Pebbels und Fish durften sogar berührt und im letzten Fall sogar getragen werden. Ich verzichtete dankend auf das Tragen der Schlange und beschränkte mich auf das kurze Streicheln des geschuppten Tiers. Lena bewies da ein bisschen mehr Mut und liess sich die Schlage um die Schultern legen. Respekt.

Auf der Insel konnten aber noch weitere Tiere beobachtet werden. So beispielsweise die Rock Wallabies. Eine kleine Art der Wallabies, die zwischen Felsbrocken leben. Süss.

Nach Magnetic Island war es dann auch Zeit, um nach Cairns zu fahren. Dort trafen wir Linn und Luca, um das Auto zu übergeben. Wir verbrachten noch drei Nächte in Cairns, bevor wir unsere Reise nach Japan fortsetzten.